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Schon in jungen Jahren war sehr schnell klar, dass ich künstlerisch und kreativ begabt bin.
Dies brachte ich sowohl beim Malen als auch beim Modellbau zum Ausdruck und ich hatte auch schon immer eine Passion dazu, Verschiedenstes zu reparieren.
Als sich meine Schulzeit langsam aber sicher dem Ende zuneigte und ich nicht wirklich wusste, was ich danach machen sollte empfahl mir mein Lehrer für Metallwerken, welcher sehr von meinen Fähigkeiten hinsichtlich der Metallbearbeitung überzeugt war, eine Ausbildung zum Polymechaniker, die ich dann auch noch recht kurzfristig dank seiner Hilfe bekam.
So begann ich folglich, nach meinem erfolgreich bestanden Abschluss der Oberstufe, eine Ausbildung in der Lehrwerkstätte Beider-Basel.
Aber schon nach kurzer Zeit, zeigte sich mir, dass ich in diesem Beruf fehl am Platz bin, da ich den Kontakt zum Material schätze und meine Kreativität ausleben wollte. Aber als Polymechaniker bestand meine Hauptaufgabe darin, Maschinen zu programmieren, die für mich die Werkstücke bearbeiteten.
Ich brach die Ausbildung zum Polymechaniker deswegen ab und entschloss mich zurück zur Schule zu gehen und mich da auf die schweizerischen/eidgenössischen Maturprüfungen vorzubereiten.
Um mir während meiner zweiten Schulzeit mein Taschengeld etwas aufzubessern fertigte ich in meiner Freizeit Messer, Dolche und Schwerter für Freunde und Bekannte an.
So kam ich in dieser Zeit durch Fachliteratur und das Internet natürlich auch in Kontakt Damaszenerstahl, welcher mich schnell in seinen Bann zog. Mich faszinierte und begeistertet die Mischung aus organischer Musterung und anorganischem Material, sowie auch die unglaubliche Härte bei gleichzeitiger Elastizität.
Zusätzlich sammelte ich auch die ersten Erfahrungen, im Anfertigen von Schmückstücken. Erst einfachen Theaterschmuck, den ich für das Freilichttheater in Brüglingen anfertigte, später immer mehr kleinere Schmuckstücke wie Haarspangen und Anhänger, die ich aus Eisendraht im keltischen Stil flocht.
Nachdem ich die damals eidgenössische, jetzt schweizerische Maturprüfungen leider nicht bestand, liess ich meinen Matur-Abschluss unvollendet und begann mich auf die Suche nach einer Ausbildungsstelle zum Goldschmied zu machen.
Ich wandte mich an den 'Verband Schweizer Goldschmiede und Uhrenfachgeschäfte', kurz VSGU, welche einen Eignungstest für werdende Goldschmiede anbot, wo ich alle Prüfungen mit 'sehr gut' abschloss.
Dessen ungeachtet hatten, zu meinem grössten Bedauern, trotz Interesse ihrerseits leider keiner der von mir kontaktierten Goldschmiede die Kapazität einen Lehrling aufzunehmen.
Nach einer langen und frustrierenden Lehrstellensuche traf ich auf einen Mokume-Gane Schmuckmacher, welcher die Hoffnung in mir wieder aufkeimen liess. Hansruedi Spillmann aus Birsfelden, bot mir in seiner Schmuck-Schmiede einen Praktikumsplatz an, und gab mir so die Möglichkeit von ihm zu lernen.
Ich lernte in dieser Zeit sehr viel über die Anfertigung von hochwertigen Schmuckstücken und entdeckte das Mokume-Gane, welches dem Damaszener Stahl sehr ähnlich ist und auch die selbe organische Musterung aufweist.
Zur Zeit bin ich dabei, meine eigene Werkstatt aufzubauen und mich als Schmuckschmied selbstständig zu machen.
Im Moment konzentriere ich mich bei meiner Arbeit hauptsächlich auf die Herstellung von Ringen und Ohrhängern, aus Silber, Kupfer und Eisen. Hoffe aber, das ich in naher Zukunft meine Werkstatt weiter ausbauen kann und somit mit mehr verschiedenen Materialien arbeiten sowie mein Angebot an Schmuckstücken weiter diversifizieren und vergrössern kann.
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